Grundsatzpapier der Initiative „Bahn an die Bahn“
Wir unterstützen den Ausbau der Rheintalbahn zu einer Bündelungstrasse.
Wir halten den Gütertransport für die wirtschaftlichste und umweltschonenste Transportart auf dem Land und unterstützen den Ausbau der Transportkapazität.
Die Bevölkerung wird in den nächsten Jahren weiter steigen (nicht in Deutschland). Deshalb müssen wir sorgsam mit der Natur umgehen und unsere natürlichen Ressourcen (Boden, Wasser, Luft) schonen.
Kosten:
Wir sehen den Ausbau der bestehenden Bündelungsstrecke als die wirtschaftlichste Lösung an:
Es ist die kürzeste Strecke
Ein moderner Lärmschutz kann an einer Strecke kostengünstiger realisiert werden als an zwei Bahnstrecken
Natur:
Wir müssen unsere Ressourcen sorgsam nutzen, d.h. zum Beispiel möglichst wenig Flächen einsetzten zum Bau einer Bahnlinie. Eine einzelne Bahnstrecke benötigt weniger Platzbedarf als zwei Bahnstrecken. Eine Autobahnparallel benötigt zusätzliche Fläche als Abstand zwischen Autobahn und Bahn (u. a. Sicherheit).
Lärm:
Wir fordern einen modernen Lärmschutz, der den derzeitigen technisch möglichen Stand bzw. den Stand beim Bau der Bahn, anwendet und weit über das gesetzliche Maß hinausgeht.
Wir fordern die Abschaffung des Lärm-Bahnbonus. Lärm ist Lärm, egal woher er kommt. Für die Lärmbelastung ist den Menschen die Lärmursache egal.
Wir fordern von der Bahn beim Bau von neuen Gleisen sowie bei der Beschaffung von neuen Zügen und Anhängern, die modernste Technik nicht nur hinsichtlich der reinen Wirtschaftlichkeit sondern auch der Lärmminimierung einzusetzen. Lärmvermeidung ist günstiger als Lärmbekämpfung.
Wir fordern eine Lösung, die die derzeitigen Lärmwerte weiter reduziert. Dies bedeutet keinen weiteren Lärm an der Autobahn. Für die bisherige Rheintalbahn, die derzeit keinen Lärmschutz in dem betreffenden Gebiet hat, fordern wir dringend einen Lärmschutz. Der Lärm muss in den Gemeinden und Städten an der Bahn gegenüber heute reduziert werden.
Lärm-Risiken:
Eine Lärmschutzwand an einer Autobahn-Trasse wird den Lärm der Autobahn in Richtung Schutterzell und Kürzell ablenken. Lärmschutzwalle an der Autobahn schützen nicht vor dem Bahnlärm aufgrund des großen Abstands.
Es besteht die begründete Befürchtung, dass bei Überbelegung einer autobahnparallelen Güterzugtrasse Tag und Nacht zusätzlich Güterzüge über die Rheintaltrasse geleitet werden, dann jedoch ohne aktiven Lärmschutz. Hierfür gibt es nämlich keinen Rechtsanspruch.
Bei einem Ausbau der Antragstrasse wird der Lärmschutz verstärkt und der Lärm gegenüber heute gesenkt.
Im Rahmen des Ausbaus der Rheintalstrecke haben alle Ortsteile Anspruch auf einen aktiven Lärmschutz.
Unterstützung:
Wir unterstützen die Gemeinden der Grafenhausener Erklärung und stehen hinter der Entscheidung von Friesenheim, die sich für die Bündelungstrasse ausgesprochen hat.
Ebenfalls halten wir einen Güterzugtunnel in Offenburg für eine gute Lösung.
Insbesondere unterstützen wir die Anwohner der Städte und Gemeinde an der Rheintalbahn, damit es an der Bündelungstrasse einen technisch maximalen Lärmschutz gibt.
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